DIPUL Flugzonen

Verstehe die deutschen Flugzonen und wie du sicher und legal fliegen kannst.

Was ist DIPUL?

Deutsche Flugsicherung

DIPUL = Digital Information Platform UAS Luftraum (Drohnen-Luftraum)

Es ist das offizielle deutsche System für Drohnen-Flugzonen. Deutsche Flugsicherung (DFS) verwaltet diese Zonen, um Konflikte mit Flugverkehr zu vermeiden.

Wer nutzt DIPUL?

  • → Behörden (Polizei, THW, Feuerwehr)
  • → Rettungsdienste (Drohnen-Notfalleinsätze)
  • → Professionelle Drohnen-Piloten (Vermessung, Inspektion)
  • → Gemeinnützige Organisationen (wie Kitzrettung)
  • → Privatpersonen (mit spezieller Genehmigung)

Die 3 Zonentypen

🟩 Freigegeben (Grün)

Frei zum Fliegen — keine Genehmigung nötig

Hier darfst du völlig frei Drohnen fliegen. Keine Anmeldung, keine Genehmigung.

Höchstflughöhe

120 m über Grund (AGL)

Sichtflug

Drohne muss immer sichtbar sein (VLOS)

Versicherung

Empfohlen (Haftpflicht), nicht gesetzlich nötig

Typische grüne Zonen:

Ländliche Gebiete, Felder, Wälder (abseits von Flughäfen, Städten)

⚠️

🟨 Mit Auflagen (Gelb)

Fliegen möglich — aber mit Einschränkungen

Hier ist Flug möglich, aber du brauchst spezielle Genehmigung oder musst bestimmte Regeln einhalten.

Mögliche Auflagen:

  • → Schriftliche Genehmigung der DFS einholen
  • → Funkprüfung bestanden (Pilotenzeugnis)
  • → Maximale Flughöhe (z.B. nur 50 m statt 120 m)
  • → Nur in bestimmten Zeiten fliegen (z.B. nicht nachts)
  • → Mindestabstand zu Flughafen (z.B. 1 km)
  • → Luftraumdatenbank-Abfrage (AirMap, DIPUL direct)

Typische gelbe Zonen:

Nähe von Flughäfen, Landeplätzen, bestimmte Naturschutzgebiete, kontrollierter Luftraum

🟥 Gesperrt (Rot)

Fliegen verboten — keine Ausnahmen

Hier darfst du nicht fliegen. Punkt. Auch nicht mit Genehmigung.

Warum gesperrt?

  • → Nähe von Flughäfen (< 1 km)
  • → Militärische Sperrzone
  • → Kritische Infrastruktur (Kernkraftwerk, Brücke, etc.)
  • → Sehr hoher Luftverkehr (z.B. Airway)
  • → Naturschutzgebiet mit absolutem Flugverbot

Typische rote Zonen:

Frankfurt Airport, Berlin Tegel, Militärbasen, Atomkraftwerke

So überprüfst du Flugzonen

Option 1: In KitzControl

Die einfachste Methode — KitzControl zeigt DIPUL-Zonen direkt auf der Live-Karte:

  1. 1.Öffne die Live-Karte
  2. 2.Layer-Schalter → „DIPUL WMS" aktivieren
  3. 3.Farbig markierte Zonen erscheinen (grün, gelb, rot)
  4. 4.Dein geplantes Suchpolygon anschauen — liegt es in einer roten Zone?

💡 KitzControl zeigt DIPUL-Flugzonen als Overlay auf der Live-Karte an, damit du vor dem Flug prüfen kannst, ob Einschränkungen gelten.

Option 2: DIPUL-Webseite

Offizielle Website der Deutschen Flugsicherung:

https://uas-betrieb.de/geoservices/dipul/wms

Hier kannst du interaktiv auf den Karten zoomen und Informationen zu jeder Zone abrufen.

Option 3: AirMap-App

Mobile App von AirMap zeigt auch DIPUL-Zonen + Wetterdaten (kostenlos, iOS & Android)

Rechtliche Anforderungen

Für Kitzrettung in grünen Zonen

Versicherung (Haftpflicht)

Nicht gesetzlich vorgeschrieben, aber DRINGEND empfohlen. Ca. 100–300 €/Jahr.

Sichtflug (VLOS)

Drohne muss ständig vom Piloten sichtbar sein. Max. Entfernung: ca. 500 m.

Flughöhe unter 120 m

Über dem Boden (AGL), nicht über Meeresspiegel (ASL).

Anmeldung im System

KitzControl dokumentiert Einsätze mit Datum, Zeit, Ort, Drohne und Pilot.

Respekt vor Privatspähre

Keine Aufnahmen von Personen oder privaten Grundstücken.

Für gelbe Zonen

⚠️

DFS-Genehmigung einholen

Online unter dipul.de anmelden (mindestens 5 Tage vorher)

⚠️

Funkprüfung (teilweise)

Je nach Zone: Pilotenzeugnis oder BZF (Funkzeugnis) erforderlich

⚠️

Alle grünen Regeln + Auflagen

Höhe, Zeit, Abstand etc. nach DFS-Bescheid

Bußgelder bei Verstoß

⚠️ Das kostet Geld:

  • → Unerlaubter Flug in roter Zone: bis 10.000 €
  • → Zu hoch fliegen: bis 1.000 €
  • → Keine Versicherung: bis 500 €
  • → Drohne ohne Registrierung: bis 1.000 €

Notfallfreiheit (Kitzrettung-Vorteil)

Gemeinnützige Rettung

Kitzrettungs-Einsätze sind oft eine Ausnahme im Flugzonenregime:

✓ Dein Vorteil:

  • → Gemeinnützige Organisationen haben oft schnellere Genehmigungen
  • → Notfall-Einsätze können in gelben Zonen ohne Voranmeldung fliegen (mit Rückfrage)
  • → DFS ist kooperativ bei etablierten Kitzrettungs-Gruppen

Hinweis: Das ist kein Freibrief! Du brauchst immer noch DIPUL-Freigabe oder DFS-Genehmigung. KitzControl unterstützt dich bei der Dokumentation.

DIPUL Flugzonen — KitzControl Hilfe